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Canon NB-13L für G7X, G9X, G5X und die SX740 im Überblick

Kurz gesagt: Der NB-13L ist ein kleiner Lithium-Ionen-Akku von Canon mit 3.6V, 1250mAh und 4.5Wh und wird in den drei G7X-Generationen, den zwei G9X, den zwei G5X, der G1X Mark III sowie in SX620 bis SX740 verwendet. Für die G7X Mark III nennt Canon nach CIPA etwa 235 Bilder am LCD, rund 320 im Eco-Modus und etwa 55 Minuten Video. Wer loszieht, fährt mit zwei Akkus zum Fotografieren und drei für Video am entspanntesten.

Gemeinsam ist diesen Gehäusen das kleine Volumen und ein schmales Akkufach; der NB-13L ist bereits das Maximum, das hineinpasst. Die Laufzeit lässt sich also nicht durch einen größeren Akku erhöhen, sondern nur über Stückzahl, Lade-Rhythmus und Aufnahmegewohnheiten.

Technische Daten und Laden

Der NB-13L hat eine Nennspannung von 3.6V, 1250mAh Kapazität, 4.5Wh Energie und einen Betriebstemperaturbereich von 0 bis 40℃. Das Ladegerät ist das CB-2LHT mit 4.2V/0.7A; bei Raumtemperatur ist ein Akku in etwa 2 Stunden 10 Minuten voll. Das ist für eine Kompaktkamera mittelmäßig — beim Wechsel zwischen zwei Akkus entsteht also eine spürbare Lücke.

3.6V ist die typische Spannung einer einzelnen Lithium-Zelle und unterscheidet sich von den 7.2V des LP-E17 (zwei Zellen in Reihe). Damit ist auch klar, warum diese beiden Akkutypen nicht austauschbar sind: Die doppelte Spannung wäre im Gehäuse ein Unfall.

Laufzeiten der einzelnen Modelle

Modell CIPA-Bilder (ca.) Video (ca.) Empfohlene Reserve
G7X Mark III 235 Bilder (Eco 320) 55 Minuten (Daueraufnahme 90 Minuten) 2 Akkus für Foto, 3 für Vlog
G7X Mark II 250-270 Bilder 50-60 Minuten 2 Akkus
G9X Mark II 220-240 Bilder 45-55 Minuten 2 Akkus
G5X Mark II 220-250 Bilder 50-60 Minuten 2 Akkus
SX740 HS 250-270 Bilder etwa 50 Minuten 2 Akkus
G1X Mark III 200-230 Bilder 45-55 Minuten 2-3 Akkus

Die Spannen in der Tabelle ergeben sich aus Herstellerangaben und üblichem Praxis-Feedback; Firmware-Stand, Displayhelligkeit und WLAN verändern die Werte, verbindlich ist die Spezifikationsseite des Gehäuses. Das Muster ist klar: Alle diese Kameras liegen zwischen 200 und 270 Bildern, keine fällt besonders heraus.

Die G1X Mark III liegt niedriger, weil ihr größerer Sensor, die Bildstabilisierung im Gehäuse und der Sucher Strom ziehen. Wer diese Kamera nutzt, sollte einen Akku mehr einplanen als bei den anderen Modellen.

Wie die Reserve geplant wird

  1. Tagesausflug in der Stadt, überwiegend Foto: ein Akku im Gehäuse plus einer in der Tasche. Mit konservativ 200 Bildern reichen zwei für einen Tag.
  2. Reise, den ganzen Tag unterwegs: drei Akkus. Der dritte ist nicht für mehr Bilder da, sondern gegen die Sorge, wenn keine Ladequelle erreichbar ist.
  3. Vlog, Sprechpassagen, Daueraufnahme: drei bis vier Akkus und eine Powerbank mit 5V-Ausgang. Manche Modelle laden über USB im Gehäuse, gleichzeitiges Aufnehmen ist aber meist eingeschränkt — die Anleitung ist maßgeblich.
  4. Kälte: Stückzahl mit 1,5 multiplizieren. Akkus am Körper tragen und abwechselnd einen warm halten; das wirkt besser als ein Stapel kalter Akkus.

Ein NB-13L wiegt wenig, drei zusammen bleiben unter 100g — das ist der Vorteil gegenüber Akkus großer Gehäuse. Da das Gewicht keine Last ist, lieber einen mehr mitnehmen. Die eigentlichen Kosten entstehen nicht am Akku, sondern beim „mitten im Dreh leer“: Ein verpasstes Bild auf einer Reise ist oft teurer als ein Akku.

Wie das Ladegerät passt

Das originale CB-2LHT hat einen Schacht und braucht für einen Akku etwa zwei Stunden. Mit drei Akkus wird das abends im Hotel eng. Üblich ist ein Zwei- oder Dreischacht-Ladegerät eines Drittanbieters, das zwei Akkus gleichzeitig lädt und die Gesamtzeit auf gut zwei Stunden drückt.

Bei einem Drittanbieter-Ladegerät zählen drei Punkte: ob jeder Schacht einzeln geregelt wird (statt parallel), ob die Abschaltspannung exakt 4.2V beträgt und ob ein Überladeschutz vorhanden ist. Billige „eins für drei“-Geräte arbeiten oft parallel, der zuerst volle Akku bekommt dauerhaft Erhaltungsladung und bläht sich mit der Zeit auf.

Außerdem sind Powerbank und Ladegerät zwei verschiedene Wege. Die Powerbank eignet sich zum Nachladen unterwegs und ist langsam; das Ladegerät füllt am Standort konzentriert. Beides dabei zu haben, nimmt dem Lade-Rhythmus den Druck.

Innerhalb derselben Marke lohnt der Quervergleich: kleine Gehäuse nutzen den LP-E17, große den LP-E6, Kompaktkameras den NB-13L — Kapazität und Spannung sind völlig unterschiedlich ausgelegt. Wer mehrere Gehäuse besitzt, sollte Ladegeräte nicht mischen, die Ausgangsparameter passen nicht zusammen.

Häufige Fragen

Passt der NB-13L in die G7X Mark II?

Ja. G7X, G7X Mark II und G7X Mark III nutzen alle den NB-13L, die Akkus sind vollständig austauschbar. Auch G9X, G5X, G1X Mark III sowie SX620 bis SX740 verwenden denselben Akku — eine der breitesten Kompatibilitäten unter Canons Kompaktkameras.

Reicht ein Akku für einen Tag?

Zum Fotografieren ja, für Video nicht. Mit 200 bis 250 Bildern kann ein Akku einen Tag schaffen, wenn nur fotografiert und WLAN aus bleibt. Sobald aber durchgehend aufgenommen wird, deckt eine Videolaufzeit von rund 50 Minuten keinen Tag ab — mindestens zwei Akkus einplanen.

Schaden Drittanbieter-Akkus der Kamera?

Gute Produkte nicht. Das Risiko kommt von überzeichneter Kapazität und fehlender Schutzschaltung: Ersteres führt zu falscher Einschätzung der Restladung, Letzteres schaltet bei Überladung nicht ab. Wählen Sie Produkte mit Wh-Angabe und klarer Schutzschaltung und meiden Sie Angebote deutlich unter den Gestehungskosten. Weitere Pflegehinweise stehen im NB-13L-Ratgeber.

Was passiert bei langer Lagerung?

Der Akku entlädt sich selbst und altert langsam. Lagern Sie ihn bei etwa halber Ladung an einem trockenen, kühlen Ort und laden Sie ihn alle sechs Monate nach. Dauerhaft voll oder völlig entladen gelagert altert er schneller. Prüfen Sie vor dem Einsetzen, dass die Kontakte sauber sind, und achten Sie beim Einrasten auf das Klicken.

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