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Olympus LI-90B: Akku-Guide für TG- und SH-Modelle

Kurz gesagt: Der LI-90B ist ein früherer 3,6-V-Lithium-Ionen-Akku von Olympus mit rund 1270mAh, der vor allem zu TG-1, TG-2, TG-3 sowie SH-1, SH-2 und SH-3 gehört. Ab der TG-4 stellte Olympus die Outdoorserie komplett auf den LI-92B um; TG-5, TG-6 und die unter OM System umbenannte TG-7 verwenden den LI-90B daher nicht. Vor dem Kauf die Modellbezeichnung auf der Gehäuseunterseite prüfen und mit dem Akkutyp abgleichen ist deutlich verlässlicher, als sich auf „ist doch alles TG“ zu verlassen. Die Bauformen liegen nah beieinander, Verriegelung und Kontaktlage unterscheiden sich jedoch – passt nicht, passt nicht.

Dieser Ratgeber klärt zuerst die Zuordnung der Modelle und geht dann auf Laufzeit und Ersatzakkus ein.

1. Für welche Modelle der LI-90B gedacht ist

Modell Akkutyp Anmerkung
TG-1, TG-2, TG-3 LI-90B frühe Outdoor-Flaggschiffe, dickeres Gehäuse
TG-4 LI-92B ab hier der Wechsel
TG-5, TG-6 LI-92B keine Unterstützung für LI-90B
OM System TG-7 LI-92B neuer Markenname, gleicher Akku
SH-1, SH-2, SH-3 LI-90B Stylus SH, kompakte Superzoom-Reihe

Wichtig ist: Die TG-4 ist der klare Wendepunkt. Auf Gebrauchtplattformen kursiert noch immer die Rede von einem für alle TG-Modelle passenden Akku; tatsächlich wurden ab der TG-4 sowohl das Fach als auch die Akkuform angepasst, ein Wechsel über Generationen hinweg funktioniert nicht. Wer eine TG-5 oder TG-6 besitzt, sucht den LI-92B und nicht den LI-90B.

2. Worin sich LI-90B und LI-92B unterscheiden

Beide sind 3,6-V-Lithium-Ionen-Akkus mit ähnlicher Kapazität, der LI-92B liegt mit rund 1350mAh etwas höher. Der eigentliche Unterschied ist mechanisch: Gehäuselänge, Lage der Verriegelung und Anordnung der Kontakte weichen voneinander ab, weshalb die beiden Akkus nicht getauscht werden können. Auch das Energiemanagement wurde angepasst – selbst bei erzwungenem Kontakt erkennt die Kamera den Ladezustand nicht zwangsläufig korrekt.

Das bedeutet: Wer einen LI-90B kauft und ihn nicht in die TG-6 bekommt, hat kein Qualitätsproblem, sondern sich beim Typ vertan. Umgekehrt funktioniert der LI-92B in einer TG-3 ebenso wenig. Am sichersten ist: alten Akku entnehmen, die Bezeichnung auf dem Etikett ablesen und danach suchen.

Der Kapazitätsunterschied ist in der Praxis kaum spürbar. Rund 80mAh verteilen sich über eine Aufnahmesitzung und entsprechen meist nur ein paar Dutzend Bildern – weit weniger, als Displayhelligkeit oder die WLAN-Funktion ausmachen. Entscheidend ist also die Typenpassung, nicht das Ringen um einige Milliamperestunden.

3. Laufzeit und Ersatzakkus bei Outdoor-Kameras

Die TG- und SH-Reihe ist auf Kompaktheit und Außeneinsatz ausgelegt, die Akkukapazität von Haus aus begrenzt. Nach dem offiziellen CIPA-Standard liegen die Referenzwerte dieser Generation meist zwischen 300 und 380 Bildern; in der Praxis beeinflussen Displayhelligkeit, Blitz, WLAN und Videoaufnahme die Werte deutlich.

  • Nur Fotos, wenig Wiedergabe: etwa 250-350 Bilder, also rund 70 bis 90 % des offiziellen Werts.
  • Häufig Blitz und WLAN: etwa 150-250 Bilder, spürbar kürzer.
  • 1080p-Video: etwa 60-90 Minuten am Stück, bei Erwärmung stoppt die Kamera früher.
  • Niedrige Temperaturen: Kapazität mit 60 bis 70 % des Werts bei Raumtemperatur ansetzen, besonders beim Skifahren und am winterlichen Strand.

Da Outdoor-Kameras vor allem auf Reisen, beim Schnorcheln und draußen genutzt werden, sind mindestens zwei Akkus ratsam. Der zweite muss kein Original sein, aber der Typ muss stimmen und ein grundlegender Schutz gegen Überladen und Tiefentladung vorhanden sein. Der LI-90B-kompatible Akku von YO ist genau für diese Ergänzung gedacht; beim Kauf darauf achten, dass Gehäusemodell und Akkuetikett zusammenpassen. Weitere Typinformationen stehen auf der Kategorieseite zu Olympus LI-90B.

Bei der SH-Reihe liegt der Fall etwas anders. Sie ist als kompakte Superzoom-Kamera gebaut, Zoommotor und optischer Stabilisator ziehen dauerhaft Strom; derselbe LI-90B hält in einer SH-2 meist kürzer als in einer TG-3. Wer überwiegend Teleaufnahmen macht und häufig zoomt, sollte von vornherein zwei Akkus einplanen.

Auch die Ladegewohnheiten beeinflussen die Lebensdauer. Das Akkufach der Outdoor-Kameras ist eng, die Wärmeabfuhr mäßig – deshalb besser im ausgeschalteten Zustand laden, den Akku nach dem Volladen entnehmen und nicht über Nacht am Kabel lassen. Nach längeren Reisen den Ladestand auf etwa die Hälfte bringen, bevor der Akku eingelagert wird; das ist haltbarer, als ihn voll in die Schublade zu legen.

4. Pflege des Akkufachs bei Outdoor-Gehäusen

  1. Vor jedem Öffnen und Schließen des Fachs prüfen, ob Sandkörner oder Salzkristalle an der Dichtung sitzen.
  2. Das Gehäuse mit klarem Wasser spülen und trocknen, erst dann die Klappe öffnen, damit kein Wasser hineingelangt.
  3. Eine gealterte, harte oder rissige Dichtung ersetzen und nicht mit Silikonfett notdürftig weiternutzen.
  4. Bei längerem Nichtgebrauch den Akku entnehmen, ein Trockenmittel in das Fach legen und die Klappe geschlossen halten.
  5. Bei grünen Oxidspuren an den Kontakten mit einem Wattestäbchen und etwas Isopropanol abtupfen, nicht mit einem Messer kratzen.

Das Akkufach ist die schwächste Stelle eines Outdoor-Gehäuses; die meisten Wasserschäden entstehen nach dem Öffnen. Unterwegs Ersatzakkus in separaten Beuteln verstauen und von harten Gegenständen wie Schlüsseln trennen. Im Flugzeug gehören Lithium-Ionen-Akkus ins Handgepäck; die Regeln stehen in der Anleitung zum Mitführen von Lithium-Akkus.

Häufige Fragen

Lässt sich der LI-90B in einer TG-6 verwenden?

Nein. Die TG-6 nutzt den LI-92B; Bauform und Verriegelung unterscheiden sich, der Akku passt nicht in das Fach.

Hat die TG-7 mit dem Markenwechsel auch einen neuen Akku bekommen?

Nein. Die TG-7 erscheint unter dem Namen OM System, Gehäuseaufbau und Akkuspezifikation führen die TG-6 fort – sie nutzt weiterhin den LI-92B.

Sind die Akkus von SH- und TG-Reihe untereinander austauschbar?

Innerhalb der Modelle mit LI-90B ja, etwa zwischen SH-2 und TG-3. Bei Modellen mit LI-92B funktioniert das nicht mehr.

Lässt sich ein alter Akku, der nicht mehr lädt, noch retten?

Nach langer Lagerung kann eine Tiefentladung vorliegen; manchmal lässt sich der Akku durch mehrfaches An- und Abstecken am Originalladegerät wiederbeleben. Reagiert er weiterhin nicht, ist die Zelle defekt – dann ersetzen statt weiter probieren.

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TG-6 Akku: LI-92B statt LI-90B für Tauchen und Kälte

Kurz gesagt: Die TG-6 arbeitet mit dem LI-92B, nicht mit dem LI-90B, und die beiden sind nicht austauschbar. Ein 45-60-minütiger Freizeittauchgang verbraucht in der Regel einen halben bis einen ganzen Akku; für zwei Tauchgänge plus Landfotografie am Tag reichen zwei Akkus, mit dreien ist es entspannter. Kälte und häufiger Blitzeinsatz beschleunigen die Entladung deutlich; im Winter sollte das 1,5-Fache der bei Raumtemperatur üblichen Menge eingeplant werden. Beim Wassereintritt haben die meisten Zwischenfälle nichts mit dem Akku zu tun, sondern mit Sand an der Dichtung, einer nicht korrekt verriegelten Klappe oder dem Öffnen des Fachs unter Wasser.

Klären wir zuerst die Typenfrage, dann das konkrete Vorgehen.

1. Zuerst den Akkutyp zuordnen

Die TG-6 gehört zur Generation nach der TG-4; ihr Akku ist der LI-92B mit 3,6V und rund 1350mAh. Der LI-90B ist das frühere Modell für die TG-1 bis TG-3 sowie für die SH-1 bis SH-3; Form und Verriegelung unterscheiden sich, er passt nicht in das Fach der TG-6. Die auf dem Gebrauchtmarkt verbreitete Behauptung, alle TG-Modelle nutzten denselben Akku, stimmt schlicht nicht – ein Blick auf das Etikett vor der Bestellung erspart Ärger.

Wer noch eine TG-3 oder ein Modell der SH-Reihe besitzt, findet die passenden Hinweise auf der Kategorieseite zu Olympus LI-90B, wo die vollständige Zuordnung beider Reihen aufgeführt ist.

2. Stromverbrauch unter Wasser und bei Kälte

Unter Wasser verteilt sich der Verbrauch anders als an Land: Das Display bleibt an, der Autofokus sucht wiederholt, der Blitz löst häufig aus, und das Gehäuse steht dauerhaft unter Druck. Die folgende Tabelle gibt Anhaltswerte für gängige Nutzungsarten.

Situation Dauer pro Einsatz Geschätzter Verbrauch Empfehlung
Schnorcheln 30-45 Minuten etwa 1/3 Akku ein Akku deckt zwei Einsätze
Freizeittauchgang (bis 15 m) 45-60 Minuten etwa 1/2 bis 2/3 pro Tauchgang wechseln ist sicherer
Überwiegend Unterwasservideo 20-30 Minuten etwa 1/2 Stabilisator aus verlängert die Laufzeit
Liveaboard, mehrere Tauchgänge 3-4 Tauchgänge pro Tag etwa 2-3 Akkus nach Tauchgang rotieren

Unterwasservideo ist der größte Verbraucher. Die elektronische Stabilisierung der TG-6 arbeitet unter Wasser permanent, und zusammen mit hoher Bitrate liefert ein Akku oft nur etwa 60 % der Laufzeit im Fotomodus. Wer vor allem filmt, sollte einzelne Clips auf drei bis fünf Minuten begrenzen und dazwischen Abkühlpausen lassen.

Kälte folgt einer völlig anderen Kurve. Unter null Grad sinkt die nutzbare Kapazität von Lithium-Ionen-Akkus deutlich – das ist Elektrochemie, kein Qualitätsmangel. Beim Skifahren, am winterlichen Strand oder auf Höhentouren springt die Anzeige häufig von 40 % direkt auf eine Warnung und erholt sich im Warmen teilweise wieder. Wie dieser Verlauf einzuordnen ist, zeigt die Vorgehensweise im Akkutest bei minus 10 Grad.

Die Gegenmaßnahme ist einfach: Ersatzakkus in der Innentasche am Körper tragen; die Kamera bei Nichtgebrauch unter die Jacke stecken, statt sie in der Kälte hängen zu lassen; möglichst nicht bei niedrigen Temperaturen laden, sondern im Innenraum warten, bis der Akku Raumtemperatur erreicht hat. Beim Aufwärmen kann sich Kondenswasser auf dem Akku bilden – trocken wischen, bevor das Fach geöffnet wird.

3. Flutungsrisiko und drei Details am Akkufach

  1. Vor dem Öffnen trocknen. Das Akkufach nicht mit nassen Händen, nassem Gehäuse oder nassen Haaren öffnen. Ein einziger Tropfen, der an der Klappe hineinläuft, kann die Kamera ruinieren.
  2. Dichtung prüfen. Vor jedem Tauchgang mit dem Finger einmal um die Dichtung fahren und auf Sandkörner, Haare und Salzkristalle achten. Ist die Dichtung hart oder zeigen sich feine Risse, sollte sie ersetzt werden.
  3. Klappe korrekt verriegeln. Die Verriegelung der TG-6 hat eine klar definierte Position; nach dem Schließen darf kein Spalt sichtbar sein. Vor dem Gang ins Wasser einmal kurz daran ziehen – das sollte zur Gewohnheit werden.

Ein Punkt wird oft übersehen: Akkus nicht in feuchter Umgebung wechseln. Auf dem Boot drängen Wind und Welle, viele öffnen das Fach an Deck, um Zeit zu sparen – genau dort passieren die Flutungen. Sicherer ist es, in die Kabine zu gehen, die Hände zu trocknen und dort zu wechseln.

4. Wie viele Ersatzakkus sinnvoll sind

  • Tagesausflug zum Schnorcheln: zwei Akkus, einer in der Kamera, einer im Drybag – das genügt.
  • Liveaboard mit vielen Tauchgängen: drei Akkus, nach Tauchgang nummeriert rotieren, abends gemeinsam laden.
  • Winter im Freien: die Menge bei Raumtemperatur mal 1,5, in einer Isoliertasche tragen und nicht neben Metall wie Steigeisen legen.
  • Lange Reisen: ein USB-fähiges Tischladegerät ist praktischer als zusätzliche Ladekabel für die Kamera.

Ersatzakkus einzeln in Beuteln verpackt transportieren – das hält Feuchtigkeit fern und verhindert einen Kurzschluss an den Kontakten. Im Flugzeug müssen Lithium-Ionen-Akkus ins Handgepäck und dürfen nicht aufgegeben werden; die Regeln stehen in der Anleitung zum Mitführen von Lithium-Akkus. Ein LI-92B-kompatibler Akku von YO eignet sich als Ergänzung; im Hauptslot sollte bei Kälte und tiefen Tauchgängen ein Originalakku bleiben, weil die Spannungskurve dort stabiler verläuft.

Häufige Fragen

Kann die TG-6 einen LI-90B verwenden?

Nein. Die TG-6 nutzt den LI-92B; der LI-90B ist der Akku für die TG-3 und frühere Modelle sowie für die SH-Reihe. Die Bauformen unterscheiden sich.

Muss der Akku vor dem Tauchgang voll geladen sein?

Ja. Bei niedrigem Ladestand fällt die Spannung schneller ab, und kaltes Wasser verringert die nutzbare Kapazität zusätzlich – ein vorzeitiges Abschalten wird wahrscheinlicher.

Lässt sich die Kamera nach einer Flutung noch retten?

Sofort ausschalten, Akku und Speicherkarte entnehmen, das Gehäuse mit klarem Wasser spülen und gründlich trocknen; nicht einschalten, um zu testen. Ob sie sich erholt, hängt von der eingedrungenen Wassermenge ab – eine Reparatur ist der sicherere Weg.

Reicht ein Akku für einen Tauchgang?

Für die meisten Freizeittauchgänge ja. Wer gleichzeitig filmt und den Blitz häufig nutzt, sollte zwischen den Tauchgängen wechseln, um unter Wasser keine Warnung zu erleben.