Kurz gesagt: Für einen Tag mit leichtem Fotografieren genügt eine Powerbank mit 10000 mAh; bei hoher Intensität oder wenn gleichzeitig das Smartphone geladen werden soll, ist eine mit 20000 mAh die sichere Wahl.Dieses Ergebnis stammt aus der Umrechnung in Wattstunden, nicht aus dem Vergleich von Milliamperestunden: Ein LP-E17 mit 1050 mAh hat etwa 7,56 Wattstunden, während die Milliamperestunden-Angabe einer Powerbank auf 3,7 Volt bezogen ist und unterwegs zwei Wandlungsstufen durchläuft. In den Akku gelangen daher meist nur rund sechzig Prozent des Nennwerts. 10000 mAh laden also etwa zwei- bis dreimal, nicht einfach nach Kapazitätsdivision.
Warum sich Milliamperestunden nicht direkt teilen lassen
Die 10000 mAh einer Powerbank sind bei einer Zellspannung von 3,7 Volt angegeben, umgerechnet also siebenunddreißig Wattstunden. Der LP-E17 arbeitet im 7,2-Volt-System, 1050 mAh entsprechen etwa 7,56 Wattstunden. Rein rechnerisch ergäben 10000 geteilt durch 1050 etwa das 9,5-Fache, was verlockend klingt – doch diese Rechnung übersieht die unterschiedlichen Spannungen.
Richtig ist der Vergleich Wattstunden gegen Wattstunden: siebenunddreißig geteilt durch 7,56 ergibt theoretisch 4,9 Ladungen. Dieser Wert ist noch zu hoch, weil unterwegs zwei Verluststufen liegen.
Die erste Stufe ist die Wandlung von 3,7 Volt auf 5 Volt Ausgang in der Powerbank; die Effizienz liegt meist bei etwa neunzig Prozent, hinzu kommt der Spannungsabfall an Kabel und Steckverbindung. Die zweite Stufe ist die Wandlung von 5 Volt auf 8,4 Volt im Akku selbst, um die beiden Zellen in Reihe zu laden; hier ist der Verlust größer. Beide Stufen zusammen, dazu Kabelerwärmung und die Konstantspannungsphase am Ende der Ladung, ergeben einen Gesamtwirkungsgrad, der üblicherweise zwischen 55 und 70 Prozent liegt.
Mit sechzig Prozent gerechnet, gelangen von siebenunddreißig Wattstunden etwa zweiundzwanzig in den Akku; geteilt durch 7,56 ergibt das rund drei Ladungen. Daraus folgt die Zuordnung von 10000 mAh zu zwei bis drei Ladungen.
Wie oft sich die einzelnen Kapazitätsstufen laden lassen
Die folgende Tabelle schätzt mit sechzig Prozent Effizienz; in der Praxis schwanken die Werte je nach Qualität der Powerbank, Kabel und Temperatur. Die Angaben beziehen sich auf das vollständige Laden eines völlig entladenen Akkus mit 1050 mAh; bei einem Akku mit 750 mAh erhöht sich die Zahl entsprechend um dreißig bis vierzig Prozent.
| Nennkapazität der Powerbank | Energie (etwa) | Vollladungen bei 1050 mAh | Geeignete Situation |
|---|---|---|---|
| 5000 mAh | 18,5 Wh | etwa 1-1,5 | Halbtagesausflug, eine Notladung |
| 10000 mAh | 37 Wh | etwa 2-3 | Ein Tag leichtes Fotografieren, dazu das Smartphone |
| 20000 mAh | 74 Wh | etwa 5-6 | Zwei bis drei Tage Außenaufnahmen oder intensive Serien |
| 27000 mAh | etwa 100 Wh | etwa 7-8 | Mehrere Kameras und Akkus, Gruppenreisen |
Zu beachten sind die Vorschriften der Luftfahrt: Die Nennenergie von Lithium-Akkus im Handgepäck darf üblicherweise hundert Wattstunden nicht überschreiten, darüber ist die Zustimmung der Airline erforderlich, und im aufgegebenen Gepäck sind sie grundsätzlich nicht erlaubt. Diese 27000-mAh-Stufe liegt mit rund 100 Wh genau auf dieser Grenze; prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie sie wirklich benötigen.
Vom Aufnahmevolumen her rechnen, nicht nach Tagen raten
- Zählen Sie zuerst, wie viele Akkus an einem Tag verbraucht werden. Denken Sie an den tatsächlichen Verbrauch der letzten Außenaufnahme und rechnen Sie in Akkus, nicht in Bildern.
- Ziehen Sie die Zahl der Akkus ab, die Sie mitnehmen. Wer täglich drei Akkus verbraucht und zwei dabei hat, hat eine Lücke von einem.
- Multiplizieren Sie die Lücke mit dem Faktor 1,5. Das ist die Sicherheitsreserve für Kälte, geringere Effizienz und die Alterung der Powerbank.
- Lesen Sie die Kapazität in der Tabelle nach. Bei einer Lücke von einem Akku genügen 5000 bis 10000 mAh, bei zwei Akkus 10000 bis 20000 mAh.
- Müssen zusätzlich Smartphone, Mikrofon und Monitor versorgt werden, rechnen Sie deren Wattstunden hinzu und gehen eine Stufe höher.
Der Vorteil dieser Methode: Aus dem Gefühl, nicht genug zu haben, werden überprüfbare Zahlen. Viele kaufen 20000 mAh und nutzen nur einen kleinen Teil, andere nehmen 5000 mAh mit und stehen nach einem halben Tag ohne Strom da – der Unterschied liegt darin, ob vorher gezählt wurde.
Faktoren, die die tatsächliche Zahl der Ladungen senken
Die Temperatur steht an erster Stelle. Im Winter draußen sinkt die Abgabefähigkeit der Powerbank, und der Akku nimmt bei Kälte schlecht Ladung auf; tatsächlich kommen vielleicht nur sechzig bis siebzig Prozent der Werte bei Normaltemperatur an. Unter null Grad sollten Sie die Powerbank am Körper tragen und nicht in die Seitentasche des Rucksacks stecken.
Laden während der Nutzung steht an zweiter Stelle. Wird der Akku geladen, während Sie weiter fotografieren, hebt die Last einen Teil der Ladeleistung auf, und es kann sogar weniger werden statt mehr. Richtig ist, den entnommenen Akku außerhalb der Kamera zu laden und den eingelegten Akku allein die Versorgung übernehmen zu lassen.
Zu hohe Nennangaben und Alterung der Powerbank stehen an dritter Stelle. Bei Produkten mit 10000 mAh unterscheidet sich die tatsächlich nutzbare Kapazität stark, und nach ein bis zwei Jahren sinkt sie weiter. Achten Sie beim Kauf auf Nennenergie und Ausgangsprotokolle statt nur auf die Milliamperestunden.
Ein weiterer Punkt: Manche Powerbanks schalten bei kleinen Lasten automatisch in den Ruhezustand. Die Eingangsleistung eines direkt geladenen Akkus ist niedrig und fällt leicht in diesen Bereich, was sich als Abbruch nach wenigen Sekunden zeigt. Modelle mit Niedrigstrommodus oder Tastenaufweckfunktion vermeiden das.
Die T Serie entkoppelt das Nachladen von der Steckdose, und der Preis dafür ist diese Rechenlogik. Wenn Sie noch prüfen, ob die Direktladeform zu Ihnen passt, sehen Sie zuerst die Szenarien im Kategorie T Serie und danach im Leitfaden zu Kapazität und Kompatibilität die Eignung für Ihr Kameramodell.
Häufige Fragen
Wie viele LP-E17 lädt eine Powerbank mit 10000 mAh voll?
Bei der Stufe mit 1050 mAh etwa zwei- bis dreimal, bei der Stufe mit 750 mAh etwa drei- bis viermal. Tatsächlich hängt es von Temperatur, Kabel und Effizienz der Powerbank ab; im Winter sind es unter Umständen nur sechzig bis siebzig Prozent der Werte bei Normaltemperatur.
Warum weicht das Ergebnis der Division so stark ab?
Weil die Spannungen unterschiedlich sind. Die Powerbank ist auf 3,7 Volt bezogen, der Akku arbeitet im 7,2-Volt-System, und dazwischen liegen zwei Wandlungsstufen mit Verlusten. Nur die Umrechnung in Wattstunden führt zu einem belastbaren Vergleich, sonst führen die Milliamperestunden in die Irre.
Kann die Powerbank die Kamera direkt versorgen?
Die T Serie lädt den Akku, sie versorgt nicht die Kamera. Ob im Gehäuse geladen und gleichzeitig fotografiert werden kann, hängt davon ab, ob das Gehäuse das entsprechende USB-Protokoll unterstützt; bei den meisten Modellen werden in diesem Zustand Serienbilder oder Aufnahmeformate eingeschränkt. Maßgeblich ist die Bedienungsanleitung.
Warum stoppt die Powerbank mitten im Ladevorgang?
Meist ist die Powerbank in den Niedrigstromschutz gegangen, oder das Kabel hat keinen sicheren Kontakt. Tauschen Sie zuerst das Kabel gegen ein kurzes, und testen Sie dann eine Powerbank mit Niedrigstrommodus. Möglich ist auch, dass die Akkutemperatur zu hoch oder zu niedrig war und der Akku seinen eigenen Ladeschutz ausgelöst hat.