Kurz gesagt: Ein NB-13L hält in der G7X Mark III bei 1080p durchgehender Aufnahme grob 60 bis 80 Minuten, bei 4K grob 35 bis 55 Minuten. Für einen halben Drehtag reichen zwei Akkus, für einen ganzen Tag unterwegs drei bis vier. Offiziell nennt CIPA etwa 55 Minuten Video und rund 90 Minuten Daueraufnahme; der Unterschied entsteht durch die Testmethode, und wer ihn versteht, kann abschätzen, wie viele Akkus er braucht.
Die 55 Minuten von CIPA entstehen aus einem Zyklus aus Einschalten, Zoomen, Ausschalten und erneutem Einschalten — inklusive Bedienung und Bereitschaft. Die 90 Minuten sind die Gesamtlaufzeit bei durchgehender Aufnahme unter idealen Bedingungen. In der Praxis liegen Sie dazwischen, je nachdem, wie Sie arbeiten.
Zuerst die offiziellen Zahlen übersetzen
| Nutzung | Laufzeit pro Akku | Hinweis |
|---|---|---|
| CIPA-Zyklustest | etwa 55 Minuten | mit Ein- und Ausschalten, Zoom, Wiedergabe; nahe am Schnappschuss |
| 1080p Daueraufnahme | etwa 60-80 Minuten | Display dauerhaft an, kein WLAN |
| 4K Daueraufnahme | etwa 35-55 Minuten | höherer Verbrauch, zudem durch Wärme begrenzt und in Abschnitten |
| Überwiegend Foto, gelegentlich Clips | etwa 200-250 Bilder | bei Mischbetrieb zeitlich umgerechnet |
Die 4K-Spanne ist so breit, weil es nicht nur eine Frage des Akkus ist. Das Gehäuse ist klein, der Platz für die Wärmeabfuhr begrenzt; bei Daueraufnahme in 4K kommt zuerst ein Hitzewarnhinweis, und Sie müssen zum Abkühlen pausieren. Dieses Stoppen und Starten verlängert die Nutzungsdauer des Akkus, reduziert aber das brauchbare Material. Bei 4K limitiert Sie also meist nicht die Ladung, sondern die Gehäusetemperatur.
Wie viel Strom kostet ein 10-Minuten-Vlog?
Viele rechnen nur mit der fertigen Länge und ignorieren das Verhältnis zum Rohmaterial. Für einen Vlog von 10 Minuten entstehen meist 30 bis 50 Minuten Aufnahme, weil wiederholt, umpositioniert und nachgedreht wird.
- Überwiegend Sprechpassagen: 10 Minuten fertig, etwa 20 Minuten Material, dazu Wiedergabe und Einstellungen — rund 30% der Ladung. Ein Akku reicht für zwei bis drei solcher Beiträge.
- Gehen und gleichzeitig filmen: Das Verhältnis liegt nahe 1:4; für 10 Minuten fertig braucht es rund 40 Minuten Material und etwa 60% der Ladung. Ein Akku reicht für einen Beitrag.
- Häufige Szenenwechsel: Ständiges Ein- und Ausschalten, Parameter ändern, Kontrollieren kostet mehr als Daueraufnahme. Hier ist die Schätzung „30 Minuten brauchbares Material pro Akku“ realistischer.
Nach dieser Rechnung sind zwei Akkus die Untergrenze für zwei Vlogs an einem Vormittag; für drei oder mehr, oder wenn zwischendurch fotografiert wird, reichen erst drei. Abends im Hotel alles gemeinsam laden, am nächsten Tag weiter.
Wie viele Akkus: eine Empfehlung nach Situation
- Innenraum, Sprechpassagen, halber Tag: 2 Akkus. Einen nach dem anderen nutzen, zwischendurch mit der Powerbank nachladen.
- Stadtbummel, ganzer Tag: 3 Akkus. Bei ständigem Anhalten und Weitergehen geht der Verbrauch schnell, der dritte ist die Reserve.
- Reise über mehrere Tage: 4 Akkus plus ein Zweischacht-Ladegerät. Zwei Stunden am Abend füllen zwei Akkus, der nächste Tag bleibt entspannt.
- Veranstaltungen ohne Unterbrechung: mindestens 4 Akkus, dazu externe Stromversorgung einplanen. Die 20 Sekunden Akkuwechsel können genau die entscheidende Szene kosten.
Der NB-13L ist leicht, ein Akku wiegt unter 30g, vier zusammen nur etwas über hundert Gramm. Da das Gewicht keine Last ist, lieber einen mehr mitnehmen. Das hängt auch mit der Universalität des NB-13L zusammen: Derselbe Akku passt in G7X, G9X und SX740, zusätzliche Exemplare sind also nicht verschwendet.
Was beim Stromsparen wirklich hilft
- Bevorzugt 1080p. Für die meisten Plattformen genügen 1080p 25p oder 30p; die Laufzeit liegt 30 bis 50% über 4K, und das Gehäuse wird seltener heiß.
- WLAN und Bluetooth abschalten. Aus lassen, wenn keine Übertragung nötig ist. Das Funkmodul sucht im Bereitschaftsmodus ständig, viel ist es nicht, aber es läuft dauerhaft.
- Displayhelligkeit eine Stufe zurück. Draußen darf sie hoch sein, drinnen muss sie nicht auf Maximum. Das Display gehört zu den größten Verbrauchern dieser Kamera.
- Weniger Wiedergabe. Nach jeder Aufnahme zurückzuspulen ist die teuerste Angewohnheit beim Vloggen. Vertrauen Sie dem Monitorbild und prüfen Sie gesammelt am Ende.
- Ausschalten statt Bereitschaft abwarten. Die G7X III wacht schnell auf, ein Ausschalten verpasst nichts, spart aber spürbar Bereitschaftsstrom.
- Unnötigen Digitalzoom und verstärkte Stabilisierung abschalten. Elektronische Stabilisierung beschneidet und rechnet dauerhaft und braucht mehr Strom als optische.
In Summe bringen diese Einstellungen meist etwa 20% mehr Laufzeit pro Akku. Verglichen mit dem Kauf eines überzeichneten Akkus mit 1800mAh ist das der sicherere Gewinn.
Nachladen: wann eine Powerbank flexibler ist als ein Ersatzakku
Die G7X Mark III nutzt USB-C und lässt sich im Gehäuse laden. Mit einer Powerbank ab 5V/2A laden Sie im Café oder im Auto nach, ohne Steckdose. Der Nachteil ist das Tempo: von leer auf voll fast zwei Stunden, also eher zum Nachfüllen während der Arbeit als zur Rettung kurz vor dem Dreh.
Für lange Aufnahmen von einem festen Standort — Interviews, Livestreams, Kurse — unterbricht ein Akkuwechsel das Bild. Dann kommt eine externe Versorgung infrage, im Prinzip wie bei der Versorgung mit Dummy-Akku: ein Adapter ersetzt den Akku und wird an Netzstrom oder eine große Powerbank angeschlossen. Bei der G7X-Reihe sind Dummy-Akkus sehr unterschiedlich verarbeitet; prüfen Sie beim Kauf, ob die Ausgangsspannung 3.6V beträgt und eine Stabilisierung vorhanden ist. Falsche Spannung beschädigt das Gehäuse direkt.
Wer häufig mit dem Flugzeug zu Drehorten reist, sollte die Regeln für Lithiumakkus im Handgepäck vorher lesen; die Bestimmungen zum Mitführen von Lithiumakkus sind dort genauer beschrieben. Kleine Akkus wie der NB-13L sind zwar wenig eingeschränkt, aber die Stückzahl ist begrenzt.
Häufige Fragen
Reicht ein Akku für eine ganze Veranstaltung?
Meist nicht. Bei 1080p liegt die nutzbare Aufnahmezeit eines Akkus bei 60 bis 80 Minuten, Veranstaltungen dauern oft über zwei Stunden. Planen Sie zwei im Wechsel ein oder nutzen Sie bei festem Standort eine externe Versorgung. Ein Akkuwechsel unterbricht die Aufnahme, bei wichtigen Terminen vorher einplanen.
Warum stoppt 4K nach kurzer Zeit?
Meist ist es der Hitzeschutz, nicht ein leerer Akku. Kleines Gehäuse, begrenzte Kühlung — bei Daueraufnahme in 4K kommt die Temperaturwarnung. Ein paar Minuten pausieren und abkühlen lassen oder auf 1080p wechseln. Stoppt die Aufnahme sehr früh und das Gehäuse bleibt kühl, dann erst Akku oder Speicherkartentempo prüfen.
Kann ich während des Ladens aufnehmen?
Ja, aber abhängig von Firmware und Versorgungsart. Bei USB-C an einer Powerbank wird in manchen Fällen nur versorgt statt geladen, der Akku entlädt sich langsam weiter. Langes Aufnehmen mit gleichzeitigem Laden erwärmt Gehäuse und Akku, im Sommer deutlich; arbeiten Sie dann an einem gut belüfteten Platz.
Muss ein Ersatzakku original sein?
Nicht zwingend. Originalakkus sind gleichmäßig und vollständig dekodiert; gute Drittanbieter-Akkus kosten etwa die Hälfte und bieten vergleichbare Kapazität. Entscheidend ist, überzeichnete Produkte und solche ohne Schutzschaltung zu meiden — wie Sie sie erkennen, steht im NB-13L-Kaufratgeber.