Kurz gesagt: Der EN-EL25 ist ein kleiner Akku, den Nikon eigens für die APS-C-Systemkameras entwickelt hat; er ist mit 7.6V, 1120mAh und etwa 8.5Wh spezifiziert und wird nur in Z50, Z fc und Z30 verwendet. Mit der EN-EL15-Reihe des Vollformats ist er nicht austauschbar. Seine absolute Kapazität liegt bei der Hälfte des EN-EL15c, doch weil der Sensor kleiner ist und der Prozessor weniger leistet, schrumpft die Bildzahl nicht proportional – ein Akku trägt grob dreihundert Bilder.
Die grundlegenden Daten
Der EN-EL25 arbeitet mit einer Nennspannung von 7.6V und liegt damit etwas über den 7.0V der EN-EL15-Reihe – einer der Gründe, warum die beiden nicht austauschbar sind: nicht nur die Abmessungen, auch der Arbeitsspannungsbereich unterscheidet sich. Die Energie liegt bei etwa 8.5Wh und damit nach der üblichen Bemessung für den Flugtransport weit unter den Grenzwerten, die die meisten Airlines für Lithiumakkus im Handgepäck nennen.
| Merkmal | EN-EL25 | EN-EL15c (Vergleich) |
|---|---|---|
| Nennspannung | 7.6V | 7.0V |
| Kapazität | 1120mAh | 2280mAh |
| Energie | etwa 8.5Wh | etwa 16Wh |
| Passende Gehäuse | Z50, Z fc, Z30 (Z50 II nutzt EN-EL25a) | Z5, Z6-Reihe, Z7-Reihe, Z8 |
| Original-Ladeschale | MH-32 | MH-25-Reihe |
Gesondert zu erwähnen ist die Z50 II. Das 2024 vorgestellte Gehäuse kommt mit einem EN-EL25a, dessen Kapazität etwas über der ersten Generation liegt; beide lassen sich gegenseitig einsetzen. Wer Z50 und Z50 II parallel nutzt, ist mit dem EN-EL25a flexibler, umgekehrt fehlt nur etwas Kapazität.
Laufzeitunterschiede der drei Gehäuse
Z50, Z fc und Z30 verwenden dieselbe Generation eines APS-C-Sensors mit 20,88 Megapixeln und den EXPEED 6; der Verbrauch liegt nah beieinander, doch die Bauform beeinflusst, wie die Kamera benutzt wird.
Z50: das Modell mit EVF
Die Z50 hat einen elektronischen Sucher, und darin liegt der wesentliche Mehrverbrauch gegenüber der Z30. Mit EVF liest der Sensor dauerhaft mit voller Geschwindigkeit aus; der offizielle CIPA-Wert liegt im Bereich von dreihundert Bildern, in der Praxis beim Streetfotografieren meist zwischen zweihundert und dreihundertfünfzig. Die EVF-Bildrate auf 60fps zu senken und die Automatikumschaltung abzuschalten, spart spürbar Strom.
Z fc: Retro-Form, normaler Verbrauch
Die Z fc hat einen EVF und einen Klappmonitor, das Verbrauchsprofil ähnelt der Z50. Besonders sind Form und Bedienung: Die Räder verleiten dazu, Einstellungen häufiger zu ändern und ruhiger zu arbeiten, was indirekt Strom spart. Die Laufzeit entspricht praktisch der Z50.
Z30: kein EVF, am sparsamsten
Die Z30 verzichtet auf den Sucher und nutzt nur den Klappmonitor; sie ist damit die sparsamste der drei. Sie ist zugleich die videoorientierteste – und Video ist der größte Verbraucher. Die Aussage „am sparsamsten“ gilt also nur beim Fotografieren. Bei durchgehender 4K-Aufnahme trägt ein EN-EL25 etwa etwas über eine Stunde.
Laden: Schale oder Gehäuse
Die Original-Ladeschale ist bei allen drei Gehäusen die MH-32 und damit die verlässlichste Ladeart. Das Laden im Gehäuse ist je Modell unterschiedlich zu betrachten – verlassen Sie sich nicht auf Annahmen.
- Z50: Das Gehäuse hat eine Micro-B-USB-Buchse; im Alltag läuft das Laden über die MH-32. Erwarten Sie nicht, dass ein Handynetzteil die Kamera direkt versorgt.
- Z fc und Z30: Sie nutzen USB-C und lassen sich nach Angabe in der Anleitung mit einer USB-PD-Stromquelle laden, sodass unterwegs eine Ladeschale entfallen kann.
- Powerbank: Wählen Sie ein Modell mit PD-Protokoll und mindestens 18W Ausgang; eine einfache 5V/2A-Buchse hilft beim Kamerakku wenig.
Wer nur einen Akku besitzt und einen ganzen Tag fotografiert, kann das Laden während der Aufnahme als Ergänzung nutzen; es hängt jedoch von der Leistung und der Firmware ab und ist in der Praxis weniger klar als ein Akkuwechsel. Zu konkreten Ladekombinationen für die Z fc finden Sie Beiträge auf der EN-EL25-Kategorieseite.
Noch ein Hinweis: Die Gehäusetoleranzen des EN-EL25 schwanken zwischen Chargen leicht. Kontrolliert ein Drittanbieter die Dicke nicht sauber, lässt sich der Akku in engen Fächern wie dem der Z fc schwer entnehmen. Ein Blick in Bewertungen, ob jemand „sitzt stramm“ erwähnt, hilft mehr als der Datenvergleich.
Wie Ersatzakkus zu planen sind
- Alltagsfotografie: ein Originalakku plus ein Ersatz. Bei der Z30 großzügiger, bei der Z50 mit viel EVF-Nutzung besser zwei einplanen.
- Reisen: zwei Akkus und eine PD-Powerbank. Der EN-EL25 ist klein, ein weiterer Akku fällt im Gepäck kaum auf.
- Schwerpunkt Video: ab drei Akkus. Bei Daueraufnahme entlädt sich der Akku linear, Spartipps greifen nicht.
- Kälte: Ersatzakkus am Körper tragen und abwechseln. Dass der Ladestand unter null Grad schneller fällt, ist eine chemische Eigenschaft und markenunabhängig; das Vorgehen beschreibt der Test bei minus 10 Grad.
Drittanbieterakkus für den EN-EL25 liegen meist im unteren Preissegment; achten Sie auf ein Etikett mit der klaren Angabe 7.6V / 1120mAh. Anbieter, die auf ein Modell spezialisiert sind, nennen auf der Verpackung die passenden Gehäuse, was verlässlicher ist als ein pauschales „für Nikon-Systemkameras“. Für Reisen ins Ausland lesen Sie die Regeln zum Transport im Handgepäck vorab in diesem Beitrag.
Häufige Fragen
Lässt sich der EN-EL25 in Z5 oder Z6 verwenden?
Nein. Z5, Z6, Z7 und Z8 nutzen die EN-EL15-Reihe; Spannung und Abmessungen unterscheiden sich, sodass der Akku mechanisch nicht passt. Nikon trennt die Akkusysteme von APS-C- und Vollformat-Systemkameras.
Worin unterscheiden sich EN-EL25 und EN-EL25a?
Vor allem in der Kapazität; die a-Version liegt etwas höher und wird mit der Z50 II geliefert. Beide lassen sich gegenseitig einsetzen, in Z50, Z fc und Z30 entstehen mit der a-Version keine Kompatibilitätsprobleme.
Wie viele Bilder schafft ein EN-EL25?
Nach CIPA rund dreihundert. In der Praxis sinkt der Wert bei viel EVF-Nutzung, häufiger Kontrolle und aktiver Funkverbindung auf gut zweihundert; die Z30 mit überwiegender Monitornutzung liegt oft über dreihundert.
Lässt sich die Z30 mit einem Handynetzteil laden?
Ja, sofern das Netzteil USB PD unterstützt und genug Leistung liefert und das Kabel den entsprechenden Strom trägt. Ein einfaches 5V-Ladegerät hält unter Umständen nur die Versorgung aufrecht, der Ladestand steigt dann sehr langsam oder gar nicht.