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DMW-BLK22: Akku-Guide für S5 II, GH6 und G9 II

Kurz gesagt: Der DMW-BLK22 ist der derzeit am breitesten eingesetzte Kameraakku von Panasonic, spezifiziert mit 7,2V / 2200mAh und rund 16Wh. Er steckt in den Vollformatgehäusen mit L-Bajonett S5, S5 II und S5 II X sowie in den MFT-Modellen GH6, GH5 II und G9 II; die erste GH5, die GH5S und die erste G9 verwenden den DMW-BLF19, der ähnlich aussieht, aber andere Verriegelung und Kontakte hat und nicht gemischt werden darf. Ein BLK22 trägt bei mittlerer Intensität etwa einen halben Tag Fotografie, bei Video entsprechend kürzer – „einer im Gehäuse plus zwei Reserven“ ist daher für die meisten eine solide Ausstattung.

Im Folgenden geht es um Modellzuordnung, realistische Laufzeiten, Reserveplanung sowie Laden und Pflege. Welcher Akku zur eigenen Kamera gehört, liest man am direktesten am Aufdruck im Akkufach ab – verlässlicher, als sich Bajonettsysteme zu merken.

1. Welche Gehäuse der BLK22 tatsächlich versorgt

Das Besondere am BLK22 ist, dass er zwei Bajonettsysteme bedient: die S5-Reihe im Vollformat mit L-Bajonett und die MFT-Videoklasse. Panasonic hat bei den Gehäusen ab 2020 die Akkuspezifikation vereinheitlicht; der Vorteil ist, dass Nutzer beim Aufstieg auf ein neues Gehäuse nicht die gesamte Reserveausstattung neu kaufen müssen.

Gehäuse Bajonett Akkutyp Offizielle CIPA-Laufzeit (LCD)
Lumix S5 L DMW-BLK22 rund 440 Bilder
Lumix S5 II / S5 II X L DMW-BLK22 rund 370 Bilder
Lumix GH6 MFT DMW-BLK22 rund 360-380 Bilder
Lumix GH5 II MFT DMW-BLK22 rund 400 Bilder
Lumix G9 II MFT DMW-BLK22 rund 390 Bilder
Lumix GH5 / GH5S / G9 (erste Generation) MFT DMW-BLF19 rund 400 Bilder

Die Werte stammen aus dem offiziellen CIPA-Zyklustest; in der Praxis schwanken sie je nach Displayhelligkeit, Gehäusestabilisierung, Serienbild und Funkverbindung deutlich. Sie taugen für Quervergleiche, nicht als Garantiewerte.

Zwei Fehler passieren am häufigsten: erstens GH5 und GH5 II als gleichen Akkutyp zu behandeln, obwohl nur die GH5 II auf BLK22 wechselt; zweitens anzunehmen, L-Bajonett heiße immer BLK22, während S1, S1R und S1H den größeren DMW-BLJ31 nutzen, der völlig anders geformt ist. Ein Blick auf den Aufdruck vor dem Packen erspart mehr Mühe als das Merken von Datenblättern.

2. Wie lange 16Wh im Alltag reichen

2200mAh sind bei heutigen Systemkameras im mittleren bis oberen Bereich angesiedelt, doch Panasonic-Gehäuse sind funktionsdicht bestückt und verbrauchen entsprechend. Nach üblicher Nutzungsintensität lassen sich drei Stufen unterscheiden:

  • Schwerpunkt Foto: Ein Akku reicht meist für 300-400 Bilder; mit elektronischem Sucher, häufiger Wiedergabe oder WLAN-Übertragung sinkt der Wert auf etwa 250.
  • 4K-Video: S5 II-Reihe und GH6 unterliegen in den meisten 4K-Modi nicht mehr der 30-Minuten-Grenze pro Clip, doch ein Akku trägt bei Daueraufnahme meist 70-110 Minuten; hohe Bitrate, aktive Stabilisierung und warme Umgebung verkürzen das.
  • 6K / ProRes / hohe Bildraten: Der Verbrauch nahezu verdoppelt sich, zugleich erwärmt sich das Gehäuse deutlich – praktisch greift oft die Temperaturgrenze, bevor der Akku leer ist.

Das erklärt ein häufiges Phänomen: Wer filmt, empfindet den Akku als kurzatmig; tatsächlich arbeiten Sensor und Prozessor bei Daueraufnahme permanent unter Volllast und ziehen weit mehr Strom als beim intermittierenden Auslösen. Die Reserve nach Aufnahmeart zu planen ist verlässlicher als nach Bildzahl.

3. Wie eine sinnvolle Reserveplanung aussieht

Ein BLK22 wiegt wenig; zwei zusätzliche Exemplare belasten die Schulter kaum, nehmen aber viel Unsicherheit vor Ort. Sinnvoll ist diese Reihenfolge:

  1. Zuerst die Einsatzdauer abschätzen: Ein halber Tag mit Schwerpunkt Foto ist mit zwei Akkus (einer im Gehäuse) meist abgedeckt; bei ganztägigen Außenaufnahmen, Hochzeiten oder Konferenzdokumentation sind drei ratsam.
  2. Für Videoprojekte getrennt aufstocken: Bei Daueraufnahmen von Interviews oder Veranstaltungen mit einem Akku je 1,5 Stunden rechnen und ein ungeöffnetes Exemplar als Notreserve vorsehen.
  3. Chargen zusammenhalten: Beim Mischen alter und neuer Akkus verläuft die Anzeige ungleichmäßig, ein Abschalten nahe 20 % ist möglich; deshalb möglichst Akkus derselben Charge im Wechsel nutzen.
  4. Externe Versorgung erwägen: S5 II, GH6 und G9 II unterstützen mehrheitlich USB-C PD; bei fester Position lässt sich mit einer kleinen PD-Quelle während der Aufnahme versorgen – bequemer, als Akkus zu stapeln.

Für dauerhaft feste Positionen kommen außerdem ein Original-Batteriegriff oder eine Dummy-Akku-Lösung mit DC-Koppler in Frage; für Aufnahmen aus der Hand ist eine leichte Reserve sinnvoller. Der BLK22 von YO gehört zu den preislich ausgewogenen Optionen: Kapazitätsangabe und Schutzschaltung sind ordentlich ausgeführt, er eignet sich als Ergänzung zum Original und nicht als vollständiger Ersatz.

4. Laden, Kälte und Langzeitlagerung

Der BLK22 lässt sich im Gehäuse und in einem Tischladegerät laden. Beim Laden über USB-C unbedingt eine PD-fähige Quelle verwenden; ein gewöhnliches 5-V-Netzteil ist sehr langsam und hält während der Aufnahme unter Umständen nur den Ladestand. Der Vorteil des Tischladegeräts: Es betreut mehrere Akkus gleichzeitig, vor dem Aufbruch alles in einem Durchgang zu füllen ist bequemer.

Kälte ist ein häufiges Thema bei Panasonic-Nutzern. Unter 0 °C steigt der Innenwiderstand von Lithium-Ionen-Akkus, die Spannung bricht kurzzeitig ein und löst die Warnung für niedrigen Ladestand aus; nach dem Aufwärmen kehrt ein Teil der Kapazität oft zurück. Für Winteraufnahmen draußen gilt: Ersatzakkus in der Innentasche am Körper tragen und reihum einsetzen; beim Wechsel von draußen nach drinnen nicht sofort laden, sondern warten, bis Gehäuse und Akku Raumtemperatur haben, um Kondenswasser zu vermeiden. Eine systematischere Vorgehensweise für Kältetests steht in unserem Akkutest bei minus 10 °C; das Prinzip gilt markenübergreifend.

Bei längerem Nichtgebrauch den Ladestand zwischen 40 % und 60 % halten und alle drei bis sechs Monate nachladen. Aufgeblähte oder verformte Akkus nicht weiter laden – beim BLK22 kommt das durchaus vor, meist infolge langer Lagerung bei vollem Ladestand und hoher Temperatur. Weitere Hinweise zu Auswahl und Pflege des Typs stehen auf der Kategorieseite zu DMW-BLK22; wer zusätzlich Sony-Gehäuse nutzt, findet im NP-FZ100-Spezial vergleichbare Kapazitäts- und Laufzeitdaten.

Häufige Fragen

Kann die GH5 den DMW-BLK22 verwenden?

Die erste GH5 und die GH5S nicht, sie nutzen den DMW-BLF19; erst die GH5 II wechselt auf BLK22. Die Akkus sind ähnlich groß, Verriegelungsform und Kontaktlage unterscheiden sich jedoch; gewaltsames Einsetzen beschädigt das Fach, brauchbare Adapter gibt es nicht. Maßgeblich ist die Typenangabe im Akkufach.

Sind BLK22 und BLJ31 austauschbar?

Nein. Der BLJ31 gehört zu S1, S1R und S1H und ist sowohl größer als auch kapazitätsstärker; der BLK22 versorgt die S5-Reihe sowie GH6, GH5 II und G9 II. Obwohl beide zum L-Bajonett-System gehören, ist die Akkuspezifikation nicht einheitlich.

Wie lange lässt sich mit einem BLK22 filmen?

Das hängt von Auflösung, Bitrate, Stabilisierung und Temperatur ab. Bei den meisten Modellen trägt ein Akku bei 4K-Daueraufnahme etwa 70-110 Minuten, bei 6K oder ProRes entsprechend kürzer, und häufig stoppt das Gehäuse wegen Überhitzung früher. Für lange Aufnahmen mindestens zwei Akkus im Wechsel vorsehen und dem Gehäuse Pausen zur Kühlung gönnen.

Zeigt ein Drittanbieter-BLK22 den Ladestand ungenau an?

Möglich. Kommunikationschip und Innenwiderstand der Zellen weichen vom Original ab; typische Symptome sind springende Werte, Abschalten nahe 20 % oder die Meldung, der Akku sei nicht verwendbar. Beim Kauf Typen bevorzugen, die ausdrücklich für S5 II und GH6 ausgewiesen sind, und eine Rückgabemöglichkeit offenhalten.

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