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TNP-FW50 laden: 5V/1A gegen 5V/2A im Zeitvergleich

Kurz gesagt: Bei 5 V Eingangsspannung braucht der TNP-FW50 mit einem 5V/1A-Netzteil vom leeren Zustand bis zur Vollladung in der Regel 2 bis 3 Stunden; mit einem 5V/2A-Netzteil liegt man bei etwa 1,5 bis 2 Stunden, der Unterschied beträgt also rund eine Stunde. Dieser Abstand wächst jedoch nicht linear mit der Leistung – die Ladeelektronik im Akku begrenzt den maximalen Ladestrom, ein stärkeres Netzteil speist nur bis zu dieser Obergrenze. Der Nutzen eines „größeren Netzteils“ hat deshalb eine klare Obergrenze.

Die Zellenkapazität des TNP-FW50 beträgt 1020mAh / 7.7Wh und gehört damit zur Klasse der kleinen Akkus. Der Vorteil kleiner Kapazitäten ist das schnelle Nachladen, der Nachteil der schmale Bereich, in dem sie auf die Eingangsleistung reagieren: Von 1A auf 2A ist der Unterschied spürbar, darüber hinaus kaum noch.

Wie die Zeiten zustande kommen: Theorie und Praxis

Zunächst eine grobe Rechnung. Ein Akku mit 7.7Wh wäre bei 5W Eingang (5V×1A) theoretisch in etwa 1,5 Stunden voll, bei 10W (5V×2A) in knapp einer Stunde. Der reale Ladevorgang ist jedoch kein idealer Prozess, es gehen an drei Stellen Verluste ab.

  • Wandlungsverluste: Die 5V müssen auf die Zellspannung heruntergesetzt werden, die Ladeelektronik erwärmt sich dabei, der Wirkungsgrad liegt meist bei sieben bis acht Zehnteln.
  • Langsamere Konstantspannungsphase: Ab etwa 80% beginnt die Konstantspannungsphase, der Strom sinkt automatisch, die letzten 20% beanspruchen oft vier Zehntel der gesamten Ladezeit.
  • Spannungsabfall in der Leitung: Dünne oder lange Kabel verlieren bei hohem Strom deutlich Spannung; das Netzteil zeigt 5V, am Akku kommen vielleicht nur 4,7V an, und die Elektronik regelt den Strom herunter.

Rechnet man diese drei Punkte ein, sind 2 bis 3 Stunden bei 5V/1A und 1,5 bis 2 Stunden bei 5V/2A ein plausibler Bereich. Das erklärt auch, warum viele nach dem Wechsel auf ein 2A-Netzteil keine doppelte Geschwindigkeit feststellen – Verluste und Konstantspannungsphase verbrauchen den größten Teil des Unterschieds.

Gegenüberstellung der beiden Eingänge

Eingang Theoretische Leistung Ungefähre Zeit von leer auf voll Passende Situation
5V/1A (einfaches Netzteil, älteres Kfz-Ladegerät, USB-Port am Rechner) 5W Etwa 2-3 Stunden Über Nacht, zwischendurch im Büro
5V/2A (gängiges Handy-Netzteil, die meisten Powerbanks) 10W Etwa 1,5-2 Stunden Zwischen zwei Aufnahmen, vor dem Aufbruch
5V/3A oder PD-Netzteil (nach Aushandlung weiterhin 5V) Stromaufnahme im 5V-Bereich Nahe an 2A, begrenzter Zugewinn Dafür kein eigenes Netzteil nötig

Die dritte Zeile verdient einen Satz. Der TNP-FW50 arbeitet mit standardisiertem 5V-Eingang und handelt kein Hochspannungs-Schnellladeprotokoll aus; stecken Sie also ein 65W-PD-Netzteil an, nimmt er trotzdem nur 5V auf, und wie viel Strom fließt, hängt von seiner eigenen Obergrenze ab. Das bedeutet: Die vorhandenen Handy-Netzteile im Haus reichen in der Regel aus, ein eigenes „Schnellladegerät“ müssen Sie für diesen Akku nicht kaufen.

Die Obergrenze des Ladestroms gibt der Akku vor

Hier liegt ein verbreitetes Missverständnis: Man nimmt an, ein stärkeres Netzteil lade schneller. Tatsächlich bestimmt der Laderegler im Akku, wie viel Strom in der Konstantstromphase fließen kann; das Netzteil setzt nur die Obergrenze dessen, was bereitsteht. Ist der Akku auf etwa 1,2A begrenzt, macht es kaum einen Unterschied, ob ein 2A- oder 3A-Netzteil angeschlossen ist.

Zwischen 5V/1A und 5V/2A gibt es also einen realen Unterschied, zwischen 5V/2A und 5V/3A ist er gering. Wer die Zeit verkürzen will, fährt mit dem Tausch eines alten 1A-Netzteils gegen 2A gut; von 2A auf 3A zu wechseln lohnt sich nicht.

So wählen Sie in der Praxis: drei Empfehlungen

  1. Für unterwegs genügt ein 5V/2A-Netzteil. Es versorgt zugleich Handy und Akku und ist nicht groß. Mehrfach-Netzteile sind bequemer, achten Sie darauf, dass der einzelne Port nicht zu viel Leistung abgibt.
  2. Das Kabel ist häufiger der Bremser als das Netzteil. Wählen Sie ein Kabel mit mindestens 20AWG und höchstens 1 Meter Länge; die mitgelieferten dünnen Kabel zeigen bei hohem Strom deutlichen Spannungsabfall.
  3. Bei Zeitdruck einfach bei etwa achtzig Prozent abziehen. Die Konstantspannungsphase kostet am meisten Zeit; von 0 auf 80% braucht es etwa die Hälfte der Gesamtzeit, für das Nachladen vor Ort müssen Sie nicht die Vollladung abwarten.

Laden Sie am Vorabend, reicht ein 1A-Netzteil völlig: anstecken, schlafen, am Morgen ist der Akku voll. Ein 2A-Netzteil ist in der Situation sinnvoll, in der Sie in einer Stunde los müssen und der Akku leer ist – dann wird der Unterschied relevant.

Was bei Powerbank und Kfz-Ladegerät zu beachten ist

Bei Powerbanks schaffen gängige Modelle mit 10000mAh den 7.7Wh-Akku ohne Weiteres drei- bis viermal, achten Sie aber darauf, ob der Ausgang 5V/2A automatisch erkennt. Viele ältere Powerbanks haben nur einen 5V/1A-Ausgang, dort wird nur langsam geladen.

Beim Kfz-Ladegerät schwankt die Spannung beim Start des Motors deutlich; stecken Sie es besser erst nach dem Start an. Ein Akku, der dauerhaft im aufgeheizten Fahrzeuginnenraum liegt, verliert deutlich mehr Kapazität als die Frage, welches Netzteil Sie nutzen – das ist wichtiger als die Wahl des Netzteils.

Wer häufig zwei Akkus gleichzeitig laden muss, findet das Umstecken lästig; ein Doppelschacht-Gerät ist praktischer, siehe DR-FW50 Doppelschacht-Ladegerät. Die Liste der kompatiblen Gehäuse steht auf der TNP-FW50-Kategorienseite.

Häufige Fragen

Schadet Laden mit 5V/1A dem Akku?

Nein. Laden mit niedrigem Strom ist für die Zellen schonender und entwickelt weniger Wärme, es dauert nur länger. Die Lebensdauer beeinträchtigen Hitze und dauerhafte Lagerung bei Vollladung, nicht das langsame Laden.

Warum lädt mein 2A-Netzteil genauso langsam wie 1A?

Probieren Sie zuerst ein dickeres, kurzes Kabel – meist regelt die Elektronik wegen Spannungsabfalls in der Leitung herunter. Bringt das keine Besserung, teilt das Netzteil bei mehreren gleichzeitig genutzten Ausgängen die Leistung auf.

Kann ich den USB-C-Port eines Notebooks nutzen?

Ja, sofern der Port 5V liefert. Bei manchen Notebooks wird der C-Port im Ruhezustand abgeschaltet und der Ladevorgang stoppt; laden Sie daher nicht bei geschlossenem Deckel im Ruhemodus.

Stoppt das Laden automatisch?

Eine ordentliche Auslegung schaltet nach der Vollladung auf Erhaltungsladung um und beendet den Vorgang; dauerhaft angesteckt kommt es nicht zu fortgesetzter Überladung. Aus Gewohnheit ist Abziehen nach dem Laden dennoch sicherer und vermeidet unnötige Wärme.

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