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Aufgeblähter Akku – darf der NP-FZ100 weiter verwendet werden?

Die Antwort ist eindeutig: Ein aufgeblähter NP-FZ100 darf nicht weiter verwendet und nicht mehr geladen werden. Die Aufwölbung zeigt, dass im Inneren Gas entstanden ist und der Aufbau der Zelle nicht mehr stabil ist; ein weiterer Lade- oder Entladevorgang kann zu stärkerer Ausdehnung, zum Austritt von Flüssigkeit oder zu einem thermischen Durchgang führen. Richtig ist: sofort außer Betrieb nehmen, keine Ladeversuche, Kontakte isolieren, einzeln lagern und danach über eine Sammelstelle für Batterien beziehungsweise die örtliche Schadstoffsammlung entsorgen. Der Preis einer Zelle steht in keinem Verhältnis zum Schaden eines Zwischenfalls; an dieser Stelle ist Vorsicht angebracht und kein Improvisieren.

Wie sich eine Aufwölbung erkennen lässt

Leichte Aufwölbungen sind mit dem bloßen Auge nicht immer zu sehen. Folgende Prüfungen helfen weiter:

  • Drehtest auf einer Ebene: Den Akku auf einen ebenen Tisch oder eine Glasplatte legen und leicht anstoßen. Lässt er sich drehen oder wackelt er, ist die Unterseite nicht mehr plan.
  • Naht betrachten: Sitzt die Gehäusenaht offen, wölben sich die Seiten nach außen oder liegt die Mitte höher als der Rand?
  • Verhalten beim Einsetzen: Lässt sich der Akku nur mit erhöhtem Druck einschieben, klemmt er beim Herausnehmen oder schließt der Fachdeckel nicht mehr sauber?
  • Druckprobe: Gibt die Vorderseite beim leichten Drücken nach oder federt sie, statt sich fest wie bei einer intakten Zelle anzufühlen?
  • Begleiterscheinungen: stark gesunkene Laufzeit, deutliche Wärme beim Laden und springende Restanzeige sind weitere Hinweise auf eine innere Auffälligkeit.

Trifft eines dieser Merkmale zu, wird der Akku wie eine aufgeblähte Zelle behandelt – nicht erst abgewartet, bis die Wölbung deutlicher wird.

Die Prüfung kostet kaum Zeit und gehört deshalb in die Routine: Beim Einräumen der Tasche jede Zelle einmal mit dem Finger abtasten und in die Hand nehmen. Auffälligkeiten fallen auf diesem Weg früh auf, lange bevor sich ein Akku im Fach verklemmt oder die Kamera beim Einschalten streikt.

Ursachen der Aufwölbung

Ursache Erläuterung vermeidbar
Überladung oder fehlerhafte Laderegelung dauerhaftes Überladen, unpassendes Ladegerät ja
Kurzschluss Kontakt mit Metallgegenständen, innerer Kurzschluss ja
hohe Umgebungstemperatur Sonne im geparkten Auto, Lagerung nahe einer Heizung ja
dauerhaft voller Ladestand voller Zustand zusammen mit Wärme beschleunigt die Gasbildung ja
Tiefenentladung längere Lagerung ohne Nachladen schädigt die Zelle ja
normale Alterung nach 300–500 Zyklen beginnt die Abnahme der Kapazität nur verzögerbar
mechanische Beschädigung Sturz, Druck, Durchstich ja

Die Tabelle macht deutlich, dass der weitaus größte Teil der Fälle auf Handhabung und Lagerung zurückgeht. Eine Zelle, die einmal gefallen ist, sollte eine Zeitlang beobachtet werden, bevor sie wieder für wichtige Aufnahmen eingesetzt wird – auch wenn äußerlich nichts zu sehen ist.

Besonders kritisch ist die Kombination aus vollem Ladestand und Wärme, etwa bei einem Akku, der über Wochen im Handschuhfach eines geparkten Fahrzeugs liegt. Wer ein Fahrzeug regelmäßig in der Sonne abstellt, sollte Akkus grundsätzlich nicht darin lagern, sondern in einer Tasche mitführen oder zu Hause aufbewahren.

Vorgehen nach dem Fund

Die Reihenfolge geht von der unmittelbaren Sicherung bis zur Entsorgung:

  • Schritt 1: Nutzung sofort einstellen, nicht mehr in das Gehäuse einsetzen, nicht laden und nicht gezielt entladen.
  • Schritt 2: Akku entnehmen. Sitzt er im Fach fest, nicht mit Gewalt hebeln; vorsichtig bewegen oder mit einem Klebestreifen herausziehen, um Druck auf die Zelle zu vermeiden.
  • Schritt 3: Kontakte isolieren, mit Isolierband abkleben oder in die Originalverpackung beziehungsweise unter eine Schutzkappe bringen, damit kein Kontakt zu Schlüsseln oder Münzen entsteht.
  • Schritt 4: einzeln lagern, trocken und kühl, fern von brennbaren Materialien und nicht zusammen mit anderen Akkus in einem Behälter.
  • Schritt 5: nicht anstechen, nicht zusammendrücken, nicht verbrennen; all das kann Brand auslösen. Auch der Hausmüll ist der falsche Weg.
  • Schritt 6: der Entsorgung zuführen, über eine Schadstoffsammelstelle, eine Rücknahmestelle im Handel oder eine Batteriesammelstelle, jeweils nach den örtlichen Vorgaben.
  • Schritt 7: die übrigen Akkus mitprüfen, insbesondere die Zellen derselben Charge und die mit demselben Ladegerät betriebenen Exemplare, und sie erforderlichenfalls gemeinsam ausmustern.

Raucht die Zelle bereits, wird sie deutlich warm oder ist ein Geruch wahrnehmbar, Abstand zu Personen und brennbaren Materialien halten, gut lüften und nach den örtlichen Notfallhinweisen vorgehen.

Nach der Abgabe ist es sinnvoll, das eigene Ladegerät einmal genauer anzusehen: Wurde dieselbe Steckdose und dasselbe Gerät auch für die übrigen Akkus verwendet, ist ein Defekt der Laderegelung als gemeinsame Ursache möglich. Ein Ladegerät, das ungewöhnlich warm wird oder dessen Anzeige unplausibel reagiert, sollte ersetzt werden, bevor weitere Zellen Schaden nehmen.

Wie sich Aufwölbungen vermeiden lassen

  • Ladegerät mit passender Spezifikation verwenden: Spannung und Anschluss müssen zum Typ passen, Geräte ohne Schutzbeschaltung sind riskanter.
  • dauerhaft vollen Ladestand vermeiden: Bei mehreren Tagen ohne Einsatz auf 40 bis 60 Prozent entleeren und nicht dauerhaft am Ladegerät lassen.
  • Temperatur im Griff behalten: Lagerung bei 15 bis 25 °C, nichts im sonnenbeschienenen Fahrzeug und nichts in Heizungsnähe.
  • Tiefenentladung verhindern: bei längerer Pause alle drei Monate nachladen, siehe der Beitrag zu Ladezyklen und Lagerung;
  • Kurzschluss ausschließen: Schutzkappen oder getrennte Fächer beim Transport, lose Zellen nicht mit Metallgegenständen zusammenlegen;
  • Sturz und Druck vermeiden: Akkus separat unterbringen und nicht unter schwerem Gerät im Boden der Tasche transportieren;
  • regelmäßig sichten: Vor und nach jedem Termin die Hülle kurz ansehen; frühzeitiges Erkennen ist einfacher als die spätere Entsorgung.

Auch die elektrische Seite verdient einen Blick: Ein Akku, der beim Laden ungewöhnlich schnell auf „voll“ springt und danach nur kurz durchhält, zeigt häufig einen erhöhten Innenwiderstand. Solche Zellen gehören auf die Beobachtungsliste, auch wenn die Hülle noch unauffällig ist.

Weiterführende Hinweise zur Sicherheit von Akkus anderer Hersteller liefert der Beitrag zur Sicherheit von Dritthersteller-Akkus. Treten zugleich Erkennungsprobleme am Gehäuse auf, hilft die Prüfung bei nicht erkannten Akkus weiter.

Für Studios und Verleihbetriebe empfiehlt sich darüber hinaus ein fester Turnus: Akkus, die das zweite Jahr überschreiten, werden unabhängig vom optischen Zustand aussortiert und durch neue Zellen ersetzt. Damit sinkt das Risiko eines Zwischenfalls im laufenden Betrieb, und die Ausstattung bleibt kalkulierbar.

Häufige Fragen

Kann eine leicht aufgeblähte Zelle noch eine Weile genutzt werden?

Davon ist abzuraten. Eine Aufwölbung ist nicht umkehrbar, sie schreitet fort, und der Verlauf ist nicht vorhersagbar. Für wichtige Termine gehört eine Zelle mit zweifelhaftem Zustand keinesfalls in die Tasche.

Darf ein aufgeblähter Akku mit in ein Flugzeug?

Nein. Lithiumzellen in auffälligem Zustand sind von der Beförderung ausgeschlossen, weder in der Kabine noch im aufgegebenen Gepäck. Der Weg führt über eine Sammelstelle.

Kann man das Gas ablassen und den Akku weiter benutzen?

Nein. Anstechen oder Zusammendrücken zerstört den inneren Aufbau, führt leicht zu Kurzschluss und Brand und ist ein gefährlicher Versuch, der unterbleiben sollte.

Wie unterscheidet sich eine Aufwölbung von der normalen Form des Gehäuses?

Eine intakte Zelle liegt plan auf und wackelt nicht. Der Drehtest auf einer ebenen Fläche gibt sofort Aufschluss: Wackelt der Akku, wird er wie eine aufgeblähte Zelle behandelt.

Nach dem Aussortieren die Ausstattung passend zur Aufnahmemenge ergänzen: Der NP-FZ100-kompatible Akku ist mit 2280 mAh / 7,2 V / rund 16,4 Wh spezifiziert, einzeln etwa €16,36, als Set mit einem Akku und Ladegerät etwa €20,97 und als Set mit zwei Akkus und Ladegerät etwa €33,59. Für mehr Kapazität eignet sich der TNP-FZ100 mit 2400 mAh und rund 17,3 Wh, betrieben mit einem Ladegerät passender Spezifikation; der Einzelakku liegt bei etwa €17,97, das Set mit einem Akku und Ladegerät bei etwa €22,58 und das Set mit zwei Akkus und Ladegerät bei etwa €36,50. Studios und Verleihfirmen, die gealterte Akkus turnusmäßig austauschen, nutzen die Großhandelsanfrage; ab etwa 100 Stück gelten Staffelpreise.

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