Kurz gesagt: den NP-F960 lädt man am besten im dedizierten Ladegerät. Bei 8,4V / 0,8A ist ein Akku mit 38,9Wh in etwa sechs bis sieben Stunden voll. Die meisten Camcorder mit NP-F-Aufnahme laden den Akku nicht im Gehäuse. Für die Lagerung 40–60 Prozent Ladung halten und alle drei Monate nachladen. Bei Aufwölbung, Verformung oder heißen Kontakten den Akku aussortieren. Alle Zeiten sind Schätzungen aus Ladeleistung und 85 Prozent Wirkungsgrad, keine Messungen; real kommen zehn bis zwanzig Minuten Konstantspannungsphase hinzu.
Einzel- oder Doppelladegerät: wie der Strom verteilt wird
Ein Einzellader hat einen Platz und gibt die volle Leistung an diesen Akku. Die Schaltung ist einfach, der Preis niedrig. Der Nachteil: ein Akku nach dem anderen, zwei Akkus stehen Schlange.
Ein Doppellader hat zwei Plätze und wirkt bequemer, doch die Angabe entscheidet: 1A pro Platz oder 1A insgesamt? Bei gemeinsamem 1A teilen sich zwei Akkus den Strom, und das Laden dauert fast doppelt so lange wie bei einem. Gespart wird Steckarbeit, nicht Zeit. Nur unabhängige Kanäle bringen den echten Doppelvorteil.
Die Wahl hängt von der Anzahl ab. Bei zwei Akkus im Wechsel reicht ein Einzellader, weil einer meist in der Kamera sitzt. Ab drei Akkus spart ein Doppellader Handgriffe, sofern die Kanäle getrennt sind.
Ladezeit: Formel und Tabelle
Die Schätzung lautet Energie ÷ (Ladespannung × Ladestrom × Wirkungsgrad). NP-F ist ein Zweizeller in Reihe, Ladegeräte geben 8,4V aus, der Wirkungsgrad wird mit 0,85 angesetzt. Bei 0,8A: 8,4 × 0,8 = 6,72W, mal 0,85 sind rund 5,7W, und 38,9 ÷ 5,7 ≈ 6,8 Stunden.
| Methode | Ungefähre Dauer (Schätzung) | Passt zu |
|---|---|---|
| Einzellader, 8,4V / 0,6A | etwa 9 Stunden | Über Nacht, für den nächsten Tag |
| Einzellader, 8,4V / 1A | etwa 5,5 Stunden | Schnelles Nachladen tagsüber |
| Doppellader, unabhängig 8,4V / 1A | etwa 5,5 Stunden je Akku, zwei etwas länger | Ausrüstung vor dem Dreh füllen |
| Kameragehäuse (falls unterstützt) | meist langsamer, siehe Handbuch | Nur im Notfall |
| 12V Bordnetz auf 8,4V | ähnlich Einzellader, je nach Bordspannung | Nachladen unterwegs |
Die Tabelle lässt die Konstantspannungsphase weg. Ab 8,4V sinkt der Strom von selbst, und dieser letzte Abschnitt ist langsam, meist weitere zehn bis zwanzig Minuten. Beim 1A-Lader also mit fünfeinhalb bis sechs Stunden rechnen, nicht mit exakt 5,5.
Manche rechnen 5,4Ah ÷ 0,8A und landen bei 6,75 Stunden. Für diesen Akku passt das zufällig, erklärt aber weder den Wirkungsgrad noch die neun Stunden eines 0,6A-Laders. Die Rechnung über die Energie funktioniert bei jeder Kapazität.
Lädt die Kamera den Akku selbst?
Die meisten Camcorder mit NP-F-Aufnahme laden nicht im Gehäuse. Die DC-IN-Buchse versorgt das Gehäuse, ein Adapter erlaubt also lange Sessions, aber der Akku im Fach wird nicht gefüllt. Laden heißt: herausnehmen und ins Ladegerät.
Einige Gehäuse unterstützen Laden intern. Es ist meist langsamer, die Kamera währenddessen kaum nutzbar und das Gehäuse wärmer. Ob das eigene Modell dazugehört, steht im Stromkapitel des Handbuchs, nicht in Vermutungen.
Lagerung, Alterung, Aussortieren
Vor dem Einlagern auf 40–60 Prozent bringen. Ein voller Akku steht monatelang unter hoher Spannung und altert schneller; ein bis zur Abschaltung entladener Akku kann unter die Schutzschwelle selbstentladen und lädt danach nicht mehr.
Alle drei Monate auf etwa die Hälfte nachladen, nicht auf voll. Kühl und trocken lagern, nicht im sommerlich aufgeheizten Auto und nicht neben der Heizung. Wärme beschleunigt Selbstentladung und Alterung.
Zur Zyklenzahl lässt sich nur die Richtung sagen: Die Kapazität sinkt mit den Lade- und Entladezyklen langsam, das ist bei Lithiumzellen normal, eine Lebensdauer in Jahren ist nicht zusicherbar. Ein großer Akku gibt pro Dreh mehr Energie ab, sieht also weniger Zyklen, der Gesamtdurchsatz bleibt aber vergleichbar.
Die Aussortierkriterien sollte man kennen: aufgewölbtes Gehäuse, verformte Ecken, ein Akku, der flach liegend wackelt, deutlich heiße Kontakte oder Oberflächen, Geruch. Ein einziges davon genügt: nicht mehr laden, nicht mehr einsetzen. Im Winter den Akku nach dem Hereinkommen nicht sofort laden, sondern ein bis zwei Stunden akklimatisieren lassen.
Zwei Akkus sind die praktische Ausstattung: einer in der Kamera, einer im Ladegerät. Die Daten stehen auf der NP-F960 Produktseite, weitere Akkus unter Sony NP-F960 Serie.
Häufige Fragen
Darf der Akku über Nacht am Ladegerät bleiben?
Ein Ladegerät mit Vollabschaltung überlädt in der Regel nicht, doch der Akku bleibt stundenlang warm. Wenn möglich abziehen, besonders im Sommer.
Braucht ein neuer Akku eine Erstladung von 12 Stunden?
Nein. Lithiumakkus sind ab Werk aktiviert, eine normale Vollladung genügt.
Kann ich einen Akku nutzen und den anderen laden?
Ja, das ist der praktischste Rhythmus. Ladegerät gut belüftet aufstellen und keinen ladenden Akku in die Tasche legen.
Wie oft sollte ein gelagerter Akku nachgeladen werden?
Alle drei Monate ist ein sinnvoller Abstand. Bis etwa zur Hälfte reicht, voll muss er nicht sein.