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NP-BX1 laden: Kamera-USB, Ladegerät oder Powerbank?

Kurz gesagt: Am schnellsten füllt ein eigenes Tischladegerät den NP-BX1. Die USB-Ladung im Gehäuse ist die Notlösung, sie ist langsamer und blockiert die Kamera. Eine Powerbank ändert nicht das Tempo, sondern den Ort. Der Akku hat 1090mAh typisch und 1060mAh Nennkapazität bei 3.7V, also 4.04Wh typisch und 3.93Wh nominal. Bei so wenig Energie liegen die drei Wege nur wenige Zehntelstunden auseinander. Entscheidend ist, ob die Kamera während des Ladens frei bleibt.

YO NP-BX1 Kamera-Akku Produktdarstellung
Produktdarstellung des YO-NP-BX1-Kompatibel-Akkus: Etikett vorn, LED-Ladeanzeige und USB-C-Anschluss hinten.

Worin sich die drei Wege unterscheiden

Beim Laden im Gehäuse übernimmt die Stromversorgung der Kamera die Arbeit. Diese Schaltung ist bewusst zurückhaltend ausgelegt. Sie begrenzt den Strom, damit Gehäuse und Akku nicht heiß werden, und bei den meisten Modellen wird das Gerät dabei ausgeschaltet. Derselbe Akku kann in unterschiedlichen Gehäusen verschieden lange brauchen, weil jede Baureihe ihre eigene Ladeschaltung hat.

Ein Tischladegerät umgeht die Kamera. Es wandelt 5V auf konstante 4.2V herunter und speist die Zelle direkt, sodass der Strom etwas höher liegen darf und nichts mit der Kamera konkurriert. Der Preis dafür ist Gepäck. Ein Teil mehr in der Tasche, und bei den meisten Sets ist das Ladegerät separat zu kaufen.

Eine Powerbank ist nur eine mitgenommene 5V-Quelle. Der Strom läuft weiterhin durch die Ladeschaltung der Kamera oder durch ein USB-Ladegerät, die Obergrenze bleibt also gleich. Man kauft Kapazität und Bequemlichkeit, nicht Geschwindigkeit.

Zeiten schätzen, und zwar nachrechenbar

Die folgenden Werte sind Schätzungen aus der Nennleistung des Ladegeräts und einem Wirkungsgrad von 70 bis 85 Prozent. Es sind keine Messwerte. Die Formel lautet: Energie des Akkus geteilt durch Ausgangsspannung mal Ausgangsstrom mal Wirkungsgrad.

  • Ladegerät mit 4.2V und 0.6A ergibt 2.52W. Bei 0.8 Wirkungsgrad sind das rund 2.0W, und 4.04Wh geteilt durch 2.0W sind etwa 2.0 Stunden.
  • USB im Gehäuse mit 5V und 0.5A ergibt 2.5W. Bei 0.7 Wirkungsgrad sind das rund 1.75W, und 4.04Wh geteilt durch 1.75W sind etwa 2.3 Stunden.

Dazu kommen zehn bis zwanzig Minuten für die Konstantspannungsphase und den Eigenverbrauch der Kamera. Damit liegt ein Ladegerät bei etwa 1.8 bis 2.1 Stunden und die Ladung im Gehäuse bei 2.3 bis 2.6 Stunden, was der Alltagserfahrung recht nahe kommt.

Methode Passt zu Ungefähre Dauer (Schätzung)
Tischladegerät (4.2V / 0.6A) Zuhause, Hotel, nachts nachladen 1.8–2.1 Stunden
USB-Ladung im Gehäuse Ladegerät vergessen, Notfall 2.3–2.6 Stunden
Powerbank an der Kamera Reise und Außeneinsatz ohne Steckdose 2.3–2.6 Stunden, durch die Kamera begrenzt
Powerbank an einem USB-Ladegerät Zug, Flughafen, Camping 1.8–2.1 Stunden, je nach Eingang

Gewohnheiten, die sich lohnen

Lithiumzellen haben keinen Memory-Effekt, ein Akku muss also nicht erst leer werden. Bei einem verbleibenden Balken nachzuladen ist völlig in Ordnung. Wirklich schädlich sind zwei Dinge: monatelang entladen liegen lassen und bei Hitze laden.

Wird Gehäuse oder Akku deutlich heiß, hören Sie auf. Warm ist beim Laden im Gehäuse normal, unangenehm heiß nicht. Im Sommer gehören Akkus nicht in ein geparktes Auto, und im Winter sollte ein kalter Akku nicht sofort an das Ladegerät. Erst eine bis zwei Stunden auf Raumtemperatur kommen lassen.

Abziehen, wenn das Gerät voll meldet. Die Schutzplatine trennt bei 4.2V, längeres Anstecken bringt nichts und verlängert nur die Zeit in warmer Umgebung.

Genau hier spielt ein günstiger Akku seine Stärke aus. Bei ¥24.57 pro Stück kosten drei weniger als ein Essen. Ein Wechsel dauert zehn Sekunden, während Warten an der Ladequelle eine halbe Stunde kostet, die man lieber fotografierend verbringt.

Wie viele Akkus sinnvoll sind

Für einen Reisetag mit zwei- bis dreihundert Bildern und gelegentlichen Clips reichen meist zwei Akkus. Steht Video im Vordergrund, sind vier sicherer. Die Werte stehen auf der Produktseite zum NP-BX1 Akku, weitere Varianten finden sich unter Sony NP-BX1 Akkus.

Ein Punkt ohne Beschönigung: Die 1090mAh typisch liegen unter den rund 1240mAh, die Sony für das Original nominell angibt. Der Unterschied kommt aus der Art der Angabe, also Nennwert gegen Typwert, und aus der Reserve, die die Schutzplatine benötigt. Ein Fremdakku überzeugt über den Preis und über die Zahl der Ersatzakkus, die man sich leisten kann, nicht über mehr Kapazität.

Spezifikationen des YO-Akkus
SONY NP-BX1 Kamera-Akku 1090mAh Hohe Kapazität Typische Kapazität 1090mAh · Nennkapazität 1060mAh · Nennspannung 3.7V · Energie 4.04Wh
Angaben laut Akku-Etikett; fertigungsbedingt bis ±3 % Abweichung. Großhandel

Häufige Fragen

Kann USB-Laden im Gehäuse die Kamera beschädigen?

Mit dem im Handbuch genannten Ladegerät oder einer normgerechten 5V-Quelle ist das in der Regel unproblematisch. Die Risiken sind instabile Ausgangsspannung bei billigen Netzteilen und dauerhafte Wärme durch Fotografieren während des Ladens. Schalten Sie die Kamera dabei besser aus.

Muss das Ladegerät von Sony sein?

Nein. Ein Ladegerät muss nur 5V in konstante 4.2V wandeln und bei Volladung abschalten, das ist technisch keine hohe Hürde. Achten Sie auf die Angabe 4.2V am Ausgang. Ein Zweizellenladegerät mit 8.4V gehört nicht an einen einzelnen Akku.

Wie oft lädt eine Powerbank den NP-BX1?

Nach Energie gerechnet: Eine Powerbank mit 10000mAh hat etwa 37Wh nominal. Nach Umwandlungsverlusten bleiben rund 25 bis 28Wh nutzbar, geteilt durch 4.04Wh ergibt das etwa sechs Ladungen. Das ist eine theoretische Schätzung, Kabel, Temperatur und Eigenverbrauch der Kamera kosten weitere Reserven.

Schadet es, vor der Volladung abzustecken?

Nein. Flache Zyklen belasten eine Lithiumzelle weniger als tiefe, Nachladen nach Bedarf ist normaler Gebrauch. Man muss den Akku nicht erst leer fahren.

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